Hallo, vielleicht erinnert ihr euch an mich.

Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll, euch meine Geschichte zu erzählen.

So gut geht es mir zur Zeit ja noch nicht.

Ich dachte, ich habe Ende Februar2019 mein liebevolles und verantwortungsvolles Endzuhause gefunden.

Zuerst ging es mir ja auch ganz gut dort.

 Aber irgendwann verloren diese Menschen wohl das Interesse an mir. Sie dachten wohl, ich kann alleine mein Futter einkaufen gehen und mich selber versorgen. Anders kann ich mir ihr herzloses Verhalten nicht erklären.

Naja, ihr seht ja selber auf meinen Bildern, was mir passiert ist.

Ich bekam leider zu wenig Futter und Wasser.

Klar, waren im Sommer die Tage heiß (so dass es dem Menschen zu ANSTRENGEND war, zu mir zu kommen) und natürlich fahren die Menschen auch mal in den Urlaub….aber warum musste ich denn so leiden? Ich dachte, dass die Menschen sich so weit entwickelt haben, dass sie wissen, wenn sie sich ein Tier anschaffen, dass sie es dann auch deren Leben lang gut versorgen.

Zu meinem Glück kamen Manu und Sandra zu einer Nachkontrolle und erkannten die Sachlage sofort. Sie nahmen mich gleich mit und brachten mich zu Daniel Pohl, der ein wunderschönes Pferde- und Menschenparadies hat. Daniel und sein Team erklärten sich gleich bereit, mir zu helfen. Es flossen sehr viele Tränen, weil die Menschen wohl so erschrocken über meinen Zustand waren. Was der Notfalltierarzt, den wir rufen mussten, weil es mir sehr schlecht ging, auch so sah. Der liebenswerte Tierarzt gab mir einige Spritzen, unter anderem: Antibiose, Aufbaumittel, Cortison usw. Er meinte ganz traurig, er könne uns nicht sagen, ob ich die Nacht überlebe. Ich hatte wohl meinen Eß- und Trinkverhalten so sehr eingestellt, weil ich ja nicht mehr genug bekommen hatte (laut Aussage des Tierarztes).

Aber wisst ihr, ich möchte leben, ich möchte fressen, ich möchte trinken, ich möchte einfach glücklich sein und die Menschen glücklich machen.

Ich habe all meine Kräfte, die ich noch besaß – auch wenn es nicht mehr viele waren – zusammen    genommen und ich habe gekämpft für MEIN Leben. Und, ich habe diese Nacht überstanden. Am nächsten Tag, nach all diesen WUNDERBRINGENDEN Spritzen, fing ich wieder zu fressen an. Und ich merkte, ich darf fressen und es gibt nun wieder genug Fressen für mich. Nun bin ich eine Woche auf meinem Hof und ich könnte die ganze Welt essen. Aber das darf ich ja noch nicht hihi. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie liebevoll und fürsorglich alle Menschen hier sind. Ich danke es meinen Menschen hier jeden Tag mit einem freundlichen Wiehern und Kuscheln. Nun steht meine nächste Untersuchung an und ich hoffe so von Herzen, dass der Tierarzt noch zufriedener ist.

Ich weiß, dass Manu sich große Vorwürfe macht, mich zu diesen Menschen gegeben zu haben. Aber Manu lass dir was von mir sagen…. Man kann den Menschen nur vor den Kopf gucken und LEIDER nicht in den Kopf. Und ihr habt ja gedacht, dass es mir dort gut gehen wird. Ich habe auch mitbekommen, dass es für Tierschützer nicht leicht ist. Sie bekommen sehr viele Anfragen ob sie helfen können. Und ich weiß, dass auch viele Tränen fließen bei den Menschen, die es gut mit uns Tieren meinen und ihr euer Bestes versucht. Und glaubt es mir, wir Tiere sind für jeden einzelnen, der uns hilft, sehr dankbar.

Vielleicht möchte der eine oder andere mich oder andere Tiere, die in Not geraten sind, auch unterstützen. Darüber würde ich mich riesig freuen. Denn ohne eure Hilfe und eure Stimme, sind wir machtlos!

Wer mir oder anderen Tieren in Not helfen möchte, darf gerne etwas auf das Konto von Lonsis-Herzbewohner Stiftung überweisen.

Auch kannst du helfen, indem du dich vielleicht als Pflegestelle für Tiere anbietest oder oder oder. Nehmt gerne euer Herz in die Hand und meldet euch bei Lonsis-Herzbewohner. Wir Tiere wären euch sehr dankbar.

Wir lesen uns, wiehernde und glückliche Grüße

Eure Magic