lonsi

Ich bin geschätzt am 3. Mai 2013 in Griechenland geboren (mein genaues Geburtsdatum weiß ich leider nicht, da ich ja auf der Straße geboren wurde). Meine Mama bemühte sich, immer genug Fressen zu organisieren, damit sie genügend Milch für mich hatte.

Eines Tages, ich muss so circa 3-4 Monate alt gewesen sein, liefen meine Eltern und ich durch die Gegend. Auf einmal verspürte ich nur noch einen großen Schmerz – mich hatte ein Auto angefahren. Ich konnte nicht mehr laufen und weinte vor Schmerzen. Viele Menschen bemerkten mich dort am Straßenrand, aber sie fuhren einfach vorbei, ohne mir zu helfen. Nun lag ich schon ein paar Tage dort, da fuhr zu meinem Glück eine Frau an mir vorbei und sah mich dort schwer verletzt und kraftlos liegen. Sie hielt an, nahm mich in ihre Arme, legte mich in ihr Auto und fuhr mich direkt zum Tierarzt.

Dieser unbekannten Frau – ich glaube, sie kam aus England – danke ich so sehr.

Die Tierärzte versorgten mich und gaben mir etwas gegen die Schmerzen, die mich schon die vergangenen Tage so quält hatten. Und nun bekam ich sogar einen Namen: Alonso.
Die Zecken, die auf mir saßen, hatten mir fast mein ganzes Blut ausgesaugt, ich hatte ein Stückchen von meiner Zunge verloren und mein eines Hinterbeinchen war nun ein großes Stück kürzer.

Dank der guten Pflege ging es mir

nach einiger Zeit endlich wieder gut.

Nun war ich ca. 4-5 Monate alt und bekam meinen persönlichen „Sechser im Lotto“: Ich durfte nach Deutschland fliegen. Hier in Deutschland sah ich dann auch zum ersten Mal meine Menschen-Eltern (Manu und Roy). Es war Liebe auf den ersten Blick beiderseits und unsere Herzen hüpften vor Freude und Liebe.

Ihr glaubt es nicht, aber ich habe dann das erste Mal in meinem Leben, auf etwas Weichem schlafen dürfen (Couch, Betti, extra weiche Hundecouch, Kissen). Und nun bekam ich auch meinen Namen von Manu und Roy: Lonsi. Wir hatten soooo glückliche Tage, Monate, Jahre miteinander, und ich bekam sogar noch „Hunde-Geschwister“, die es vorher auch nicht gut hatten.

Doch auf einmal merkte ich, dass meine „Eltern“ Manu und Roy immer sehr traurig waren und viel weinten.

Zuerst verstand ich nicht genau warum. Doch dann bekam ich mit, dass ich eine ganz doofe Krankheit bekommen hatte, die sie Krebs nannten. Manu, Roy, die Tierärzte, Freunde und ich kämpften 1,5 Jahre um mein Leben.

Doch leider verlor ich am 20.9.2018 (ich war nun 5 Jahre und 4 Monate alt) den Kampf gegen diesen Krebs. Ich musste über die Regenbogenbrücke gehen.

Nun schaue ich von hier oben auf die Welt herunter und sehe, dass es leider viele Tiere gibt, denen es auch nicht gut geht. Da ich in meinem kurzen Leben so viel Leid, aber auch Glück erfahren durfte, haben sich Manu und Roy dazu entschlossen, eine Treuhand-Stiftung mit und in meinem Namen zu gründen: „LONSIS HERZBEWOHNER“

„Herzbewohner“ kommt übrigens von dem Song „Herzbewohner“ der Sängerin Kerstin Ott. Als Mama Manu den Song hörte und das Video dazu sah, wusste sie genau, dass dieses Wort zu 100% zu meinem Namen passt und das ausdrückt, was wir alle fühlen. 

Ich habe so viel Liebe und Platz in meinem Herzen. Ich hoffe sehr, viele Menschen erreichen zu können, deren Herz sich für Lonsis Herzbewohner und hilfsbedürftige Tiere geöffnet hat. Denn mit jedem Cent ermöglicht jeder einzelne von uns, dass es genau diesen unschuldigen Lebewesen besser gehen wird.

Bitte lasst Euer Herz sprechen und helft – egal, ob mit Geldspenden, Patenschaften, Arbeitskraft, Sachspenden, als Pflege- oder Endstelle…..

Euer Lonsi

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